Newsletter vom 07.06.2026 "Jetzt ist Holunderblütenzeit!"
Liebe Leserin,
Lieber Leser,
ist es Ihnen auch schon aufgefallen, dass uns derzeit an vielen Waldwegen, Grundstücksgrenzen und Gartenzäunen die Holunderblüten mit ihrem honigähnlichen, blumig-milden Duft verzaubern? Der nahezu unverwüstliche heimische Busch ist über das ganze Jahr schön anzusehen, er beschenkt uns im Frühjahr mit wohlschmeckenden und gesundheitlich interessanten Blüten und im Herbst mit essbaren, vitaminreichen dunklen Beeren.
Holunderblüten auf dem Speiseplan
Wer sich und seine Liebsten mit den köstlichen Blüten kulinarisch verwöhnen möchte, muss schnell sein, weil die Zeit, in der die Blüten knackig und frisch am Busch hängen leider nicht allzu lange anhält. Für Holunderküchlein oder die Herstellung von Holunderblütensirup sollten die zarten Blütenstängel am besten morgens abgeerntet werden.
Getrocknete Holunderblüten
Was früher als „Arme Leute Medizin“ galt, findet heutzutage wieder großen Zuspruch bei naturverbunden Menschen, die sich und ihre Gesundheit mit bewährten Hausmitteln eigenverantwortlich unterstützen wollen.
Um die heilenden Kräfte der getrockneten Holunderblüten über das ganze Jahr nutzen zu können, müssen jetzt die Blüten für die kalte Jahreszeit gesammelt werden.
Holunderblütentee wird seit Jahrhunderten für seine schleimlösende Wirkung geschätzt. Wenn festsitzender, hartnäckiger Husten sich nicht lösen mag, erleichtert er das Abhusten. Auch bei grippalen Infekten und Erkältungen wird die Teezubereitung genutzt, um das heilende Fieber und die Schweißbildung zu unterstützen.
Die bekannte harntreibende Wirkung des Tees regt die Nierentätigkeit an, daher kann er ganzjährig unterstützend bei Blasenbeschwerden und begleitend zu Frühjahrskuren zur Entschlackung des Körpers genutzt werden.
Worauf sollte beim Sammeln der Blüten geachtet werden?
Am besten ist es immer, wenn die Büsche fern ab von stark befahrenen Straßen stehen, damit die Blüten nicht von Abgasen und Straßenstaub verschmutzt sind, da sie ungewaschen weiterverarbeitet werden.
Je nach geographischer Lage können Holunderblüten bis Ende Juni gesammelt werden. Sie sollten noch zart gelblich leuchten und keine welken, braunen Stellen aufweisen. Sammeln Sie nur vollständig geöffnete Blüten, die Sie mit einer Schere vom dicken Stiel abschneiden. Transportieren Sie die Blüten locker in einen Korb gelegt nach Hause, damit diese nicht gequetscht werden und dadurch die wertvollen ätherischen Öle an Kraft verlieren.
Weil das Sammeln der Blüten in den letzten Jahren derartig überhandgenommen hat, ist es in manchen Bezirken und Gemeinden auf Wildflächen und an Waldrändern nur für den eigenen Gebrauch erlaubt!
Weiterverarbeitung der Blüten
Zuhause angekommen, sollten die Blüten sofort weiterverarbeitet werden. Entfernen Sie die dicken Stiele mit einer Schere und legen Sie die Blüten mit dem Blütenstand nach unten locker auf einem sauberen Küchentuch oder auf Küchenrollenblätter aus. So können eventuell versteckte kleine Insekten während dem Trocknen aus den Blüten kriechen und sich in Sicherheit bringen. Bitte die Blüten keinesfalls waschen oder durch schütteln vom wertvollen Blütenstaub befreien, das mindert die Inhaltstoffe. Wenn die Blüten getrocknet sind, werden sie in ein gut schließendes Schraubglas gefüllt und vorzugsweise an einem dunklen Ort aufbewahrt.
Der "mehr Gesundheit für mich" Tipp:
Holunderblüten Tee und Aronia Honig unterstützend bei Erkältungen und grippalen Infekten
Rezept für Holunderblütentee
1 EL getrocknete Holunderblüten
300ml kochendes Wasser
1 TL Aronia Honig
Zubereitung:
Getrocknete Holunderblüten in ein Gefäß geben und mit kochendem Wasser aufgießen. Den Tee 3-4 Minuten ziehen lassen, anschließend durch ein Sieb seihen und den Aronia Honig in den Tee rühren und den warmen Tee schluckweise trinken.
Die Mischung bitte immer wieder frisch zubereiten da der Tee sonst bitter wird.in kleinen Schlucken, noch warm trinken.
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