Newsletter vom 12.04.2026 "Frühlingszeit ist Zeckenzeit"

10.04.2026 / Newsletter / Kommentare 0

Liebe Leserin,
Lieber Leser,

momentan häufen sich in den Medien wieder die Warnungen vor Zeckenbissen und den damit verbundenen Möglichkeiten Krankheiten zu übertragen. Zecken gehören nicht wie oft angenommen zu den Insekten, sondern zu den Spinnentieren. Insgesamt gibt es 20 verschiedene Arten, die bislang in Österreich und Deutschland registriert wurden. 

Zecken, früher besser als "gemeiner Holzbock" bekannt, können mäßig kalte Wintermonate leicht überleben in dem sie in Winterstarre verfallen. Aber bereits mit den ersten milden Temperaturen im Frühjahr erwachen die krabbelnden Blutsauger aus ihrem Winterschlaf und werden sofort aktiv, um nach einem passenden Wirt zu suchen. Die Hauptsaison für Zecken ist lange und erstreckt sich von März bis November. 

Wissenswertes über Zecken

Die Zecke ist ein weltweit verbreiteter Parasit der sich ausschließlich vom Blut der Wirbeltiere, zu dem auch wir Menschen zählen ernährt. Eine einzige, reichhaltige Mahlzeit genügt bereits, damit die Zecke bis zu 10 Jahre überleben kann. Deutlich mehr vom roten Lebenssaft ist für ausgewachsene weibliche Zecken wichtig, denn nur dann sind sie in der Lage Eier auszubilden und damit den Fortbestand ihrer Art zu sichern. 

Zecken riechen ihre Beute

Viele Menschen vermuten, dass der Lebensraum von Zecken auf Bäumen ist, von denen sie sich herabfallen lassen, sobald ein potentieller Wirt für sie riechbar ist. Das ist aber nicht richtig, die Parasiten sitzen meist auf Gras- und Getreidehalmen, an Zweigen von Büschen und Rankpflanzen oder im Dickicht. Dort harren sie geduldig aus bis Tiere und Menschen sie auf dem Weg durch die Natur im Vorbeigehen abstreifen und mitnehmen.

Vorbeugung: Passende Kleidung, absuchen des Körpers und entfernen der Zecke
Für eine Wanderung oder einen Spaziergang in einem möglichen Zeckengebiet sind lange Hosen, langärmlige Oberteile und geschlossene Schuhe oder Gummistiefel bereits eine gute Maßnahme, um sich vor den Blutsaugern zu schützen. Helle Kleidung erleichtert es nach dem Spaziergang anhaftende Zecken sofort zu erkennen und abzusammeln.

Wieder zuhause sollte der Körper gründlich abgesucht werden. Zecken lieben Verstecke und warme, weiche Hautstellen wie z.B. Achselhöhlen, Armbeugen, Kniekehlen, Nacken, Brust- und Bauchfalten sowie die Leistengegend.

Falls sich eine Zecke bereits festgebissen hat, sollte sie zügig entfernt werden. Am besten eignen sich dazu Zeckenzange oder Zeckenkarte mit denen man die Zecke direkt unterhalb des Kopfes leicht fassen und herausziehen kann. Keinesfalls sollte der Hinterleib der Zecke währenddessen gequetscht werden, weil dadurch die Sauginstrumente der Zecke ein Sekret freigeben, das unter Umständen infektiös sein könnte.

Bewährter Zeckenschutz durch Schwarzkümmelöl

Im Jahr 2014 entdeckte ein Abiturient in Regensburg (Bayern) wohl eher zufällig, dass, seit er täglich Schwarzkümmelöl gegen seine Pollenallergie einnimmt beim Spaziergang mit seinem Hund nicht mehr von Zecken gestochen wird. Um die Vermutung näher zu untersuchen gab er anschließend auch seinem Hund der häufig von Zecken befallen wurde täglich einen Teelöffel Schwarzkümmelöl ins Futter. Überrascht stellte der junge Mann fest, dass sein Hund fortan nicht mehr von Zecken aufgesucht wurde.

"Jugend forscht" verleiht Preis für die Entdeckung

Um seine Entdeckung über die Wirksamkeit des natürlichen Zeckenschutzes durch Schwarzkümmelöl zu bestätigen, führte der Schüler weitere Versuche durch und bei allen Wiederholungen bestätigte es sich: Die Zecken mieden die mit Schwarzkümmelöl behandelten Proben, Menschen und Tiere. Der Nachweis, dass das vielseitig einsetzbare Öl gegen die gefährlichen Blutsauger hilft, brachte ihm deshalb einen Preis von „Jugend forscht“ ein.

Zum Thema „Zecken beim Hund“ lesen Sie nachfolgend einen Gastbeitrag von Marion Höft, Problemhundtherapeutin und Hundetrainerin.

Bei meiner Arbeit als Problemhundtherapeutin und Hundetrainerin fällt mir seit vielen Jahren ein sich jährlich wiederholendes Phänomen auf: 

Während der Zeckensaison kontaktieren mich vermehrt Hundebesitzer, deren Hunde plötzlich lethargisch wurden. Die Berichte über das stark veränderte Verhalten der Hunde ähneln sich alle: die Hunde verkriechen sich, wollen nicht mehr ins Freie und reagieren oft kaum noch auf ihre Umwelt. 

Immer wenn mir Hundehalter berichteten, dass ihr Hund sein Verhalten plötzlich verändert hat, werde ich besonders hellhörig, denn das ist untypisch. 

Im Erstgespräch erfrage ich Veränderungen im täglichen Ablauf oder im Familienleben und auch nach eventuell neu verordneten Medikamenten. Da werden viele Hundehalter nachdenklich, denn häufig ist der Auslöser ein neu angelegtes „Zeckenhalsband“, die Verwendung von Tropfen den sogenannten „Spot Ons“ oder ein Zeckenspray, um die Blutsauger fernzuhalten. 

Die Nebenwirkungen dieser chemischen Produkte sind teils enorm, wie auch der beigelegten Gebrauchsinformation zu entnehmen ist. Wenn selbst Hersteller einen Warnhinweis platzieren, dass die behandelten Hunde 24 Stunden nach der Verabreichung nicht angefasst werden sollen und besonders Schwangere und Kinder aufgefordert werden, mindestens zwei Tage auf Abstand zu ihrem Hund zu gehen, stellt sich mir schon die Frage, ob der Schaden nicht erheblich größer ist als der gewünschte Nutzen.

Daher ist mein erster Blick, wenn mir ein Hund mit den geschilderten Wesensveränderungen vorgestellt wird, ob er mit einem entsprechenden Halsband ausgestattet wurde. Falls ja, bitte ich die Halter, dieses Halsband umgehend zu entfernen, einige Stunden abzuwarten und den Hund zu beobachten. Meist bekomme ich schon nach 8 Stunden die Rückmeldung, dass der Hund nun wieder ganz der Alte ist: lebensfroh und aufmerksam und wie eh und je.

Doch was tun, um die lästigen Zecken von seinem Hund fernzuhalten? Hier hilft uns wie bei vielem Mutter Natur. Aus eigener positiver Erfahrung empfehle ich die Verwendung von Schwarzkümmelöl, damit die Hunde während des Streifens durch Wald und Wiese keinen unangenehmen Besuch bekommen. 

Ich verwende bereits seit vielen Jahren Schwarzkümmelöl während der „Zeckenzeit“ bei meinen Hunden und kann nur positives berichten. Meine Hunde sind fit ins hohe Alter gekommen und nur sehr selten muss ich sie von einer Zecke befreien. Für den natürlichen Zeckenschutz verreibe ich etwas Schwarzkümmelöl in meinen Händen und reibe damit die Pfoten, den Bauch und die Ohren der Hunde ein. Zusätzlich gebe ich den Hunden ½ - 1 Teelöffel Schwarzkümmelöl mit ins Futter. Der intensive Geruch hält die Zecken auf Abstand. Auch ich kann mich damit gut schützen, indem ich vor dem Gassigang die Fußfesseln mit etwas Schwarzkümmelöl einreibe.

Forschung zur Verwendung von Schwarzkümmelöl gegen Zecken

Warum Schwarzkümmelöl so gut gegen Zeckenbefall hilft, ist bislang noch nicht vollständig geklärt. Alle Zeichen deuten jedoch darauf hin, dass die im Schwarzkümmelöl enthaltenen ätherischen Öle einen für die Zecken abstoßenden Geruch ausströmen und sie dadurch die Körper meiden.

Vorbeugende Anwendung von Schwarzkümmelöl gegen Zeckenbefall

Für den Menschen:  täglich 1 Teelöffel Schwarzkümmelöl einnehmen und zusätzlich vor einem Gang ins Grüne die Handgelenke und die Fußknöchel mit einigen Tropfen Schwarzkümmelöl einreiben.
Für den Hund: täglich ½ bis 1 Teelöffel Schwarzkümmelöl (je nach Größe des Hundes) ins Futter geben und zur äußerlichen Anwendung vor dem Gassigehen einige Tropfen Schwarzkümmelöl am unteren Bauch und an den Pfoten einmassieren.
Für die Katze:  Achtung!!! Schwarzkümmelöl kann bei Katzen zu Vergiftungssymptomen führen und darf daher nicht angewendet werden, weil Katzen die in Schwarzkümmelöl enthaltenen Stoffe, insbesondere Terpene, nicht verstoffwechseln können.

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